Schwerpunkt Außenwirtschaft 2018/2019

Brexit

Nach einem kräftigen Start der österreichischen Wirtschaft verdichteten sich ab dem 2. Halbjahr 2018 die Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung, die sich ab dem Jahreswechsel 2018/2019 klar abzeichnete. Mitverantwortlich dafür waren schwelende globale Handelskonflikte, die im 2. Quartal 2019 weiter eskalierten, Unsicherheiten im Zusammenhang mit einem zögerlichen Entscheidungsprozess bezüglich des Ausscheidens des Vereinigten Königreichs aus der EU sowie zahlreiche weitere politische Unsicherheitsquellen global und in einzelnen Ländern. Handelt es sich bei der Konjunkturabkühlung nur um ein vorübergehendes Phänomen, das etwa durch verzögerte Zulassungsverfahren für deutsche Kfz nach den neuen strengeren Abgasvorschriften ausgelöst wurde? Oder müssen wir mit einer länger andauernden Konjunkturschwäche der österreichischen Handelspartner rechnen, die auch auf die heimische Exportwirtschaft und Konjunktur durchschlägt? 

Das diesjährige Spezialthema widmet sich – vor dem Hintergrund des zu Redaktionsschluss immer noch offenen Ausgangs des Brexits – unterschiedlichen Aspekten der Folgen des Austritts Großbritanniens aus der EU. Der Bogen reicht von politischen Analysen, den zukünftig möglichen Handelsregimen und Handelsentwicklungen, über Makrobetrachtungen von Wirtschaftswachstum, öffentlichen Finanzen und Arbeitsmarkt bis hin zu Sektorbetrachtungen im Finanzsektor und der Industrie.