Wie international sind die Veranlagungen heimischer Pensionskassen?
Österreichische Pensionskassen veranlagen vor allem in inländische Investmentfonds, trotzdem landet der Großteil der Investitionen im Ausland
Österreichische Pensionskassen verwalteten im 3. Quartal 2025 ein Vermögen von rund 30 Mrd EUR. Davon veranlagten sie 95 % in Investmentfonds und nur 4 % in Schuldverschreibungen. Direkt investierten sie mit 72 % den überwiegenden Teil in inländische und 28 % in ausländische Fonds.
Mittels der in der OeNB verfügbaren Daten, kann man zusätzlich die genaue Veranlagungsstruktur für inländische Fonds auswerten und dabei zeigte sich: Die meisten inländischen Fonds veranlagten ihr Geld im Ausland. Von den 21 Mrd EUR, die Pensionskassen in österreichische Fonds investierten, flossen indirekt über 90 % in ausländische Wertpapiere.
Insgesamt ist somit das von den österreichischen Pensionskassen verwaltete Vermögen zu 93 % im Ausland (direkt oder indirekt) investiert – und damit viel mehr als auf den ersten Blick sichtbar wäre.
Es zeigte sich, dass mit einem Wert von rund 15 Mrd EUR ausländische Fonds (vor allem aus Irland und Luxemburg) den größten Anteil im Portfolio der Pensionskassen hatten. Ebenfalls eine große Bedeutung wiesen mit 7,5 Mrd EUR ausländische Schuldverschreibungen auf, wobei die meisten aus den USA (1,1 Mrd.), Deutschland (0,7 Mrd.) und Frankreich (0,6 Mrd.) stammten. Österreichische Schuldverschreibungen lagen hingegen nur im Ausmaß von 0,7 Mrd. EUR in den Portfolien der Pensionskassen. Ähnlich verhielt es sich mit den direkten und indirekten Investitionen in Aktien. Insgesamt hielten die Pensionskassen 5,3 Mrd EUR in Aktien, davon 2,9 Mrd EUR in US-Aktien (und davon rund die Hälfte in Aktien von US-Technologiebranchen) aber lediglich 0,1 Mrd EUR in österreichischen Aktien.