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OeNB Report 2026/1: Wie erbringt Österreichs Wirtschaft Dienstleistungen an das Ausland?

Zur Einführung einer neuen EU-Statistik

Patricia Walter

Oesterreichische Nationalbank, Abteilung Statistik – Außenwirtschaft, Finanzierungsrechnung und Monetärstatistiken, .

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) und Statistik Austria veröffentlichen mit „Modes of Supply“ (MoS) eine neue Statistik, die zeigt, wie Dienstleistungen an das Ausland erbracht werden. Vier Arten von MoS werden international nach dem Ort der Erbringung unterschieden: (i) grenzüberschreitend, (ii) im Land des Produzenten bzw. der Produzentin, (iii) durch kommerzielle Präsenz im Ausland und (iv) im Land des Konsumenten bzw. der Konsumentin. Erste Ergebnisse für das Jahr 2023 bestätigen die große Bedeutung der kommerziellen Präsenz im Ausland für den internationalen Dienstleistungsverkehr. Insgesamt, über alle Dienstleistungsarten und Modes hinweg, ist Österreich per saldo ein Dienstleistungsexporteur und vermittelt Know-how an das Ausland. Das ist vorrangig im Bauwesen, im Reiseverkehr und im Finanzwesen der Fall. Die Ergebnisse sind als Informationsquelle für internationale Handelsgespräche von Bedeutung, da die vier Erbringungsarten von unterschiedlichen Regulierungen und Handels- bzw. Marktzugangsbeschränkungen betroffen sind.

JEL classification

F13, F14

Keywords

GATS, Modes of Supply, Dienstleistungen

Highlights

  • Neue EU-Statistik zu den Modes of Supply im internationalen Dienstleistungsverkehr: Eine neue EU-Statistik stellt den Dienstleistungsverkehr nach den vier Arten der Erbringung (Modes of Supply) dar. In Österreich wird sie von der OeNB und Statistik Austria in Kooperation ermittelt. Sie erlaubt eine Einschätzung der Bedeutung bestehender Handelsregulierungen und ist damit eine wichtige Grundlage für Handelsgespräche.

  • Unternehmenspräsenz im Ausland ist die wichtigste Erbringungsart: Die kommerzielle Präsenz im Ausland stellt die wichtigste Erbringungsart dar, sowohl innerhalb als auch außerhalb des EU-Binnenmarkts. Das gilt vor allem für Bauleistungen, persönliche Dienstleistungen und das Versicherungs- und Finanzwesen. Die Entsendung von Personen ins Ausland ist bislang von unter-geordneter Bedeutung.

  • Österreich ist ein Nettoexporteur im Dienstleistungsverkehr: Im Jahr 2023 erwirtschaftete Österreich per saldo 5,4 Mrd EUR aus dem internationalen Dienstleistungsverkehr nach den vier Modes of Supply. Vor allem das Bauwesen, der Bankensektor und der Tourismus haben dazu beigetragen. Getrennt nach Regionen stammt der Leistungsüberschuss Österreichs aus der EU, während ein Defizit gegenüber Drittstaaten besteht.

1 Was sind „Modes of Supply“?

In der Außenwirtschaftsstatistik finden zahlreiche Abkürzungen Anwendung: BoP, EBoPs, TEC, STEC, FATS, um nur einige zu nennen, und nun auch MoS. 1 Letztere steht für „Modes of Supply“, womit die verschiedenen Arten gemeint sind, mit denen Unternehmen Dienstleistungen an das Ausland erbringen. Dabei wird gemäß dem GATS zwischen vier Arten des internationalen Dienstleistungsverkehrs unterschieden – abhängig davon, ob sich die Produzent:innen und Konsument:innen in ihrem jeweiligen Land befinden: 2

  • Grenzüberschreitend (Mode 1), wenn es keinen Grenzübertritt des Produzenten bzw. der Produzentin und des Konsumenten bzw. der Konsumentin gibt, z. B. indem ein Vertragsentwurf oder ein digitaler Prototyp elektronisch übermittelt werden;

  • Im Land des Produzenten bzw. der Produzentin (Mode 2), z. B. wenn eine Ware im Ausland weiterverarbeitet wird oder Tourist:innen ins Ausland reisen;

  • Durch kommerzielle Präsenz im Ausland (Mode 3), indem ein Unternehmen im Ausland gegründet wird, um vor Ort Dienstleistungen zu erbringen;

  • Im Land des Kunden bzw. der Kundin (Mode 4), wobei natürliche Personen im Ausland Dienstleistungen erbringen, z. B. indem Mitarbeiter:innen einer Firma eine Maschine im Ausland montieren oder reparieren, Werbefachleute zu ihren Kund:innen ins Ausland reisen oder ein Künstler bzw. eine Künstlerin im Ausland ein Konzert gibt.

Definiert werden die Modes im Manual on Statistics on International Trade in Services (MSITS 2010), das auf den Vorgaben von sieben internationalen Organisationen beruht 3 : „The … MSITS 2010 sets out an internationally agreed framework for the compilation and reporting of statistics of international trade in services in a broad sense, which addresses the needs, including those of international trade negotiations and agreements, for more detailed, more comparable and more comprehensive statistics on this type of trade in its various forms”. Die Notwendigkeit der statistischen Darstellung der MoS begründet sich in der rapiden Globalisierung von Handels- und Dienstleistungsströmen und dem Informationsbedarf internationaler Handelsgespräche und Vereinbarungen. GATS stellt einen rechtlichen Rahmen als verbindliche Grundlage des internationalen Dienstleistungsverkehrs dar. 4 Statistische Informationen werden zur Beobachtung der Einhaltung dieser Regeln gebraucht, und ebenso, um Handelsentwicklungen für aktuelle Handelsgespräche über Marktzugänge und mögliche Liberalisierungen erfassen zu können.

2 Statistische Methode

Die statistische Basis von Österreichs Außenwirtschaft mit Dienstleistungen ist grundsätzlich die Zahlungsbilanz. Darin werden alle Dienstleistungen erfasst, die in den Modes 1, 2 und 4 erbracht werden. Nicht enthalten ist die Erbringung von Dienstleistungen durch kommerzielle Präsenz im Ausland (Mode 3), die über die Zahlungsbilanz hinausreicht, da es sich nicht mehr um eine Wirtschaftsbeziehung zwischen einem bzw. einer Inländer:in und einem bzw. einer Ausländer:in handelt, sondern um eine Ausland-Ausland-Transaktion. Die statistische Grundlage dafür ist in der FATS-Statistik 5 zu finden, die im Gegensatz zur Zahlungsbilanz Unternehmen im Ausland erfasst, die von österreichischen Unternehmen kontrolliert werden und umgekehrt jene, die in Österreich ansässig sind, aber vom Ausland kontrolliert werden. Und in noch einem Informationsgehalt reichen die MoS über die Zahlungsbilanz hinaus, nämlich in der Erfassung von sogenannten Vertriebsdienstleistungen von Groß- und Einzelhändler:innen, die im Warenverkehr inkludiert sind.

Alle vier MoS können bislang in Österreich nicht direkt beobachtet werden, d. h. es gibt bislang keine laufende Befragung von Unternehmen zu den Orten der Dienstleistungserbringung. Die Zahlungsbilanz unterscheidet im Dienstleistungsverkehr nicht nach der Art der Erbringung. In FATS werden die Branche und der Produktionswert bzw. der Umsatz der Unternehmen ermittelt, es wird aber nicht nach der Art der Erlöse (Waren oder Dienstleistungen) unterschieden. Vertriebsdienstleistungen können nicht direkt ermittelt werden, da sie inhärenter Bestandteil des Warenhandels sind. Gleichwohl verpflichtet die EU-Verordnung zur Unternehmensstatistik in Europa die Länder seit dem Jahr 2024, entsprechende Daten zu erstellen und zu veröffentlichen. 6 Als Vorlage zur Konzipierung von geeigneten Schätzverfahren dient das Handbuch zur Erstellung von Statistiken der MoS. 7

Ermittelt werden die MoS in Österreich durch Modellberechnungen basierend auf verfügbaren Statistikdaten sowohl nach der Art der Dienstleistung als auch nach dem Handelspartnerland. Die Dienstleistungsarten entsprechen den EBOPS 8 , erweitert um die Vertriebsdienstleistungen. Für die Modes 1, 2 und 4 wird ein mehrstufiges Verfahren angewendet.

  • Die Grundlage ist das EUROSTAT-Modell für jene Dienstleistungsarten, die eindeutig einem Mode 1, 2 oder 4 zugeordnet werden können. 9

  • Für jene Dienstleistungsarten, die sich keinem eindeutigen Mode zuordnen lassen, wird eine Unterscheidung nach der Branche (ÖNACE 2008) des handelnden Unternehmens getroffen. Ist ein Unternehmen einer Branche der „Hightech“-Industrie oder der wissensintensiven Dienstleister (KIBS, Knowledge Intensive Business Services) zugeordnet, werden die Exporte und Importe dem Mode 1 zugerechnet. 10

  • Für den Dienstleistungsverkehr der übrigen Unternehmen wird eine stichprobenartige Befragung durchgeführt, geschichtet nach Branche und Größe des Unternehmens.

Die Grundlage für die Mode-3-Berechnungen bilden die Ergebnisse der FATS-Statistik, bei der allerdings keine Unterscheidung getroffen wird, ob Umsätze durch die Erstellung und den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen erwirtschaftet werden. Daher erfolgt auf der Importseite (Dienstleistungsimporte durch die Ansiedlung ausländischer Unternehmen im Inland) eine Korrektur der Umsätze um die für den Dienstleistungshandel nicht relevante Güterkomponente. Zusätzlich wird das Konzept einer lokalen Betrachtungsweise angewandt, sowohl auf der Import- als auch auf der Exportseite sollen jeweils nur die Umsätze mit ‘ortsansässigen Kunden’ berücksichtigt werden. Somit erfolgt auf der Importseite eine Reduktion der Dienstleistungsumsätze um die für die jeweiligen Unternehmen erfassten Dienstleistungsexporte. Die Berechnungen auf der Importseite liefern Kennzahlen, die auch für die Schätzungen auf der Exportseite (Dienstleistungsexporte durch im Ausland angesiedelte Töchter österreichischer Unternehmen) angewandt werden, da hier keine genaueren exportseitigen Daten vorhanden sind.

Die Berechnungen für die Vertriebsdienstleistungen (Handel) sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen im Rahmen von Mode 3 basieren ebenfalls auf den FATS-Statistiken, bei diesen Dienstleistungen wird jedoch der Produktionswert anstelle des Umsatzes zugrunde gelegt. Da dem Produktionswert ein Spannenkonzept zu Grunde liegt, wird so vermieden, dass Werte, die Unternehmen nur durchlaufen, in den Mode-3-Berechnungen enthalten sind.

3 Erste Ergebnisse

Bereits der erste Blick auf die Daten zeigt, dass die bedeutendste Art, Dienstleistungen international zu erbringen, die kommerzielle Präsenz im Ausland ist. Bei den weltweiten Dienstleistungsexporten und ‑importen Österreichs beträgt der Anteil des Mode 3 jeweils knapp die Hälfte der Gesamterlöse bzw. -aufwendungen. Eine Erklärung liegt in der Natur der Dienstleistungen, nämlich immaterielle Güter zu sein, indem sie an den bzw. die Erbringer:in gebunden sind und der Austausch von kulturellen und sprachlichen Besonderheiten geprägt ist. Hinzu kommt, dass der internationale Austausch von Dienstleistungen Handelshemmnissen bzw. Marktzugangsbeschränkungen unterliegt, die gegen die rechtlichen Voraussetzungen für Unternehmensansiedlungen im Ausland abzuwägen sind. 11

Wenn bei den Exporten Österreichs die vier MoS verglichen werden, hat die kommerzielle Präsenz im Ausland die höchste Bedeutung für die Erbringung von Bauleistungen, persönlichen Dienstleistungen (Gesundheit, Bildung, Kunst, Freizeit) sowie für das Versicherungs- und Finanzwesen. Im Vergleich der inner- und außergemeinschaftlichen Exporte ist die Bedeutung von Unternehmensansiedlungen außerhalb der EU erwartungsgemäß höher. Jedoch kann trotz der geltenden EU-Dienstleistungsrichtlinie 12 , die zum Abbau von Handelshemmnissen beitragen soll, (noch) keine signifikant höhere Bedeutung der Erbringung von Dienstleistungen mit einer Form von Grenzübertritt (Modes 2 und 4) im Binnenmarkt beobachtet werden. Das betrifft insbesondere die bislang sowohl außerhalb als auch innerhalb der EU untergeordnete Bedeutung der Erbringung von Dienstleistungen im Mode 4, durch Präsenz von Personen im Ausland. Der Mode 1, d. h. die Erbringung von Dienstleistungen zwischen zwei Ländern ohne Grenzübertritt des Produzenten bzw. der Produzentin oder des Konsumenten bzw. der Konsumentin, ist mit fast 100 % naturgemäß bei den Patent- und Lizenzgebühren am höchsten und darüber hinaus auch in der Forschung und Entwicklung sowie im Transportwesen stark verbreitet. Das ist sowohl im Intra- als auch im Extra-EU Handel zu beobachten.

Auch beim Import von Dienstleistungen aus dem Ausland weisen Bauleistungen, persönliche Dienstleistungen, das Versicherungs- und Finanzwesen, aber auch die produktionsbegleitenden Dienstleistungen inkl. Lohnveredelung die höchsten Anteile der Erbringung im Mode 3 - durch Unternehmensansiedlung in Österreich - auf. Im Vergleich zum Export ist die Dominanz von Mode 3 in diesen Bereichen allerdings geringer. Größer als im Export ist die Bedeutung des Mode 3 hingegen im Import von Telekommunikations-, Computer- und Informationsdienstleistungen, in der Forschung und Entwicklung und bei den wirtschaftlichen Beratungsleistungen (Recht, Steuer, Unternehmensberatung, Marketing).

Insgesamt, in allen Dienstleistungs- und Erbringungsarten, exportierte Österreich im Jahr 2023 194,4 Mrd EUR und importierte 189 Mrd EUR. Per saldo wurden demnach Erlöse in Höhe von 5,4 Mrd EUR erzielt. Österreich ist damit ein Nettoexporteur von Dienstleistungen und transferiert Know-how an das Ausland. Das ist im Bauwesen am stärksten der Fall, im Bankensektor und im Reiseverkehr. Getrennt nach Regionen erwirtschaftet Österreich seinen Leistungsüberschuss innerhalb der EU, während ein Defizit gegenüber Drittstaaten besteht. D. h. von außerhalb der EU importiert Österreich per saldo Dienstleistungen und Know-how. Innerhalb der EU sind es vor allem die Baudienstleistungen, die die Nettoerlöse bestimmen; außerhalb der EU sind es vorrangig die Vertriebsdienstleistungen, die Importaufwendungen bedingen. Nach den vier Modes betrachtet erzielt Österreich den höchsten Einnahmenüberschuss im Mode 2, wofür vor allem der Tourismus ausschlaggebend ist. Ein Defizit ist hingegen im Mode 1 zu verzeichnen, vor allem durch den Import von Vertriebsdienstleistungen.

Grafik 1

Bei Grafik 1 mit dem Titel „Zusammensetzung von Österreichs Dienstleistungsexport nach den vier Modes of Supply“ handelt es sich um ein auseinandergezogenes Kreisdiagramm. Es zeigt, wie sich der Export im Jahr 2023 nach den vier Modes of Supply zusammensetzt, und zwar in Milliarden Euro. Auf Mode 1 entfallen 61 Milliarden Euro, auf Mode 2 29 Milliarden Euro, auf Mode 3 95,3 Milliarden Euro und auf Mode 4 9,1 Milliarden Euro. Die Daten sind endgültig. Quelle: Oesterreichische Nationalbank, Statistik Austria.

Grafik 2

Grafik 2 mit dem Titel „Verteilung des Exports in ausgewählten Leistungsarten“ ist ein auf 100% gestapeltes Säulendiagramm. Abgebildet sind die Leistungsarten Lohnveredelung, Transport, Bau, Versicherung, Finanzwesen, Telekom und andere sowie Beratung und Technik und andere. Es zeigt sich, dass Mode 3 (durch kommerzielle Präsenz im Ausland) vor allem im Versicherungs- und Finanzwesen, im Bau und der Lohnveredelung von Bedeutung ist. Die Daten betreffen das Jahr 2023 und sind endgültig. Quelle: Oesterreichische Nationalbank, Statistik Austria.

4 Statistischer Anhang

Details sind auf den Webseiten von OeNB und Statistik Austria abrufbar.

Tabelle 1

Dienstleistungsverkehr nach der Art der Erbringung (Modes of Supply)  
Partner: Global – Export
           
2023          
Art der Erbringung (Modes of Supply) Grenzüberschreitend
(Mode 1)
Im Land des
Produzenten/
der Produzentin
(Mode 2)
Durch kommerzielle
Präsenz im Ausland
(Mode 3)
Im Land des
Konsumenten/
der Konsumentin
(Mode 4)
SUMME
  in Mio EUR
Dienstleistungsarten (EBOPS 2010)          
Lohnveredelung 1 - 2.492 8.820 - 11.312
Reparaturdienste - 850 253 94 1.197
Transport 17.026 2.372 3.421 - 22.819
Reiseverkehr - 22.802 - - 22.802
Bau - - 23.328 1.092 24.420
Versicherungs- und Pensionsdienstleistungen 1.123 - 5.556 - 6.680
Finanzdienstleistungen 2.191 - 14.284 - 16.475
Gebühren für die Nutzung geistigen Eigentums 1.717 - 1 - 1.718
Telekommunikations-, Computer-
und Informationsdienstleistungen
8.049 - 1.040 2.253 11.342
Sonstige unternehmensbezogene Dienstleistungen 14.416 191 15.411 5.176 35.194
Forschung und Entwicklung 2.873 - 163 282 3.318
Wirtschaftliche Beratungsleistungen 3.468 - 711 1.261 5.440
Technik, Handel und übrige
unternehmensbezogene Dienstleistungen
8.075 191 14.536 3.633 26.435
Persönliche Dienstleistungen 461 17 8.463 209 9.150
Regierungsdienstleistungen 265 265 - 265 796
Vertriebsdienstleistungen 15.726 - 14.753 - 30.479
INSGESAMT 60.975 28.989 95.331 9.090 194.386
 
1 In Mode 3 produktbegleitende Dienstleistungen inkl. Lohnveredelungen.
Quelle: OeNB, Statistik Austria. Endgültige Daten.

Tabelle 2

Dienstleistungsverkehr nach der Art der Erbringung (Modes of Supply)  
Partner: Global – Import
 
2023          
Art der Erbringung (Modes of Supply) Grenzüberschreitend
(Mode 1)
Im Land des
Produzenten/
der Produzentin
(Mode 2)
Durch kommerzielle
Präsenz im Ausland
(Mode 3)
Im Land des
Konsumenten/
der Konsumentin
(Mode 4)
SUMME
  in Mio EUR
Dienstleistungsarten (EBOPS 2010)          
Lohnveredelung* - 3.216 6.619 - 9.835
Reparaturdienste - 1.192 585 132 1.909
Transport 18.497 943 6.362 - 25.802
Reiseverkehr - 14.072 - - 14.072
Bau - - 3.490 937 4.427
Versicherungs- und Pensionsdienstleistungen 1.842 - 3.293 - 5.135
Finanzdienstleistungen 2.154 - 6.009 - 8.163
Gebühren für die Nutzung geistigen Eigentums 1.933 - 58 - 1.990
Telekommunikations-, Computer- und
Informationsdienstleistungen
7.928 - 11.363 2.170 21.460
Sonstige unternehmensbezogene Dienstleistungen 16.465 91 21.185 4.109 41.850
Forschung und Entwicklung 1.477 - 914 121 2.513
Wirtschaftliche Beratungsleistungen 5.522 - 5.351 1.566 12.440
Technik, Handel und übrige
unternehmensbezogene Dienstleistungen
9.465 91 14.919 2.422 26.897
Persönliche Dienstleistungen 1.497 117 4.107 566 6.287
Regierungsdienstleistungen 63 63 - 63 188
Vertriebsdienstleistungen 20.072 - 27.762 - 47.834
INSGESAMT 70.451 19.693 90.832 7.978 188.953
 
* In Mode 3 produktbegleitende Dienstleistungen inkl. Lohnveredelungen.
Quelle: OeNB, Statistik Austria. Endgültige Daten.

Details sind auf den Webseiten von OeNB und Statistik Austria abrufbar.


  1. Balance of Payments (Zahlungsbilanz), Extended Balance of Payments Services Classification, Trade by Enterprise characteristics, Services Trade by Enterprise characteristics, Foreign Affiliates Statistics. ↩︎

  2. In der wissenschaftlichen Außenwirtschaftsanalyse wird ein weiterer MoS definiert, Mode 5, womit Dienstleistungen als Vorleistung für den Handel mit Waren gemeint sind, die diesen erst ermöglichen oder eine qualitative Verbesserung des Warenexports und damit einen höheren Erlös erlauben. ↩︎

  3. International Monetary Fund (IMF), United Nations Statistics Division (UN), Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD), World Trade Organization (UN), United Nations Conference on Trade and Development (UN), Statistical Office of the European Union (EU), World Tourism Organization (WTO). ↩︎

  4. „The GATS is a multilaterally agreed legal framework for trade in services, which provides a system of enforceable obligations and commitments for services trade that apply to all members of the World Trade Organization. It has three main objectives: to progressively liberalize trade in services through rounds of negotiations; to encourage economic growth and development through liberalization of trade in services; and to increase participation of developing countries in world trade in services“ (MSITS 2010). ↩︎

  5. Die Auslandsunternehmenseinheitenstatistik (FATS für "Foreign Affiliates Statistics") von Statistik Austria beschreibt Struktur und Tätigkeit von österreichischen Auslandsunternehmenseinheiten und die internationale Verflechtung der österreichischen Wirtschaft in Form von kontrollierenden grenzüberschreitenden Unternehmensbeteiligungen. Es wird unterschieden zwischen Unternehmen in Österreich unter ausländischer Kontrolle ("Inward-FATS") und Tochterunternehmen österreichischer Unternehmen im Ausland („Outward-FATS“). ↩︎

  6. Regulation (EU) 2019/2152 of the European Parliament and of the Council of 27 November 2019 on European business statistics, repealing 10 legal acts in the field of business statistics ↩︎

  7. European business statistics compilers guide for European statistics on international supply of services by mode of supply – 2023 edition - Manuals and guidelines - Eurostat ↩︎

  8. Extended Balance of Payments Services Classification (Güterklassifikation der Zahlungsbilanzstatistik). ↩︎

  9. Für das EUROSTAT-Modell siehe Services trade statistics by modes of supply EXPERIMENTAL - Statistics Explained - Eurostat . ↩︎

  10. Für eine Definition der „Hightech“-Branchen siehe: High-tech industry and knowledge-intensive services (htec) . ↩︎

  11. Für eine aktuelle Einschätzung der Handelshemmnisse im Dienstleistungsverkehr siehe Services trade restrictiveness index | OECD . ↩︎

  12. Zur EU-Dienstleistungsrichtlinie siehe Die Dienstleistungsrichtlinie der EU | EUR-Lex . ↩︎

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