Leistungsbilanzsaldo

 

Die Leistungsbilanz – als wichtiger realwirtschaftlilcher Teil der Zahlungsbilanz – stellt Exporte und Importe von Gütern, Dienstleistungen sowie grenzüberschreitenden Einkommen innerhalb eines bestimmten Zeitraums dar. Übersteigen die grenzüberschreitenden Einnahmen aus Exporten die Ausgaben aus Importen, so spricht man von einem Leistungsbilanzüberschuss. Im umgekehrten Fall von einem Leistungsbilanzdefizit. Der Leistungsbilanzsaldo dient als wichtiger Indikator für den Nettofinanzierungsüberschuss oder -bedarf einer  Volkswirtschaft. Setzt man den Leistungsbilanzsaldo in Bezug zur Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt), erhält man eine wirtschaftspolitisch wichtige, international vergleichbare Kennzahl. Die Höhe des Saldos wird etwa als außenwirtschaftlicher Indikator für ein wirtschaftliches Ungleichgewicht herangezogen. Die Erstellung der Zahlungsbilanz erfolgt entsprechend dem 6. Zahlungsbilanzmanual des Internationalen Währungsfonds in Abstimmung mit dem System of National Accounts 2008.

Die Daten zur Leistungsbilanz basieren auf gleitenden Summen über die jeweils letzten vier Quartale.