Adolf Frohner

1934, Groß-Inzersdorf (NÖ) – 2007, Wien
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Foto: APA/Barbara Pflaum

Adolf Frohner, einer der bedeutendsten Maler Österreichs, bezeichnete sich selbst gerne als Autodidakt. Als Gasthörer besuchte er den Abendakt Herbert Boeckls an der Akademie der bildenden Künste. Seine frühen Arbeiten wurden von den französischen „Nouveaux Realistes“ geprägt. Er war Mitbegründer des Wiener Aktionismus und pflegte eine expressive, zum Teil recht düstere Malerei.

Im Gemälde „Europäisches Landschaftsbild“ setzte sich Frohner auf eine ikonographisch einzigartige Weise mit dem „Mythos Europa“ auseinander. Der Künstler thematisiert das Werden und die Metamorphose des Lebens selbst. Die Figuren und Motive (Tiergott mit Hirsch, Gnom sowie der aus dem Einzeller entstehende Mensch, das (Selbst-) Bildnis des Künstlers, die rätselhaften Zeichen des Kreuzes, des Schwertes) erzählen vom Schöpferischen des Werdungsprozesses.