Kennzahlen österreichischer Banken
Auf dieser Seite stellen wir zentrale Kennzahlen der österreichischen Banken transparent dar. Ziel ist es, einen besseren Einblick in die Struktur des heimischen Bankensektors und die Verteilung der wichtigsten Kennzahlen zu geben.
Die Kennzahlen werden in Form von Boxplots dargestellt. Diese Darstellungsform zeigt nicht nur Werte für einzelne Banken, sondern die Verteilung einer Kennzahl über alle betrachteten Banken hinweg. Dadurch werden Unterschiede, Streuungen und typische Ausprägungen im Bankensektor sichtbar.
Diese Art der Darstellung erlaubt es den einzelnen Banken zu sehen, wo sie in Bezug auf eine bestimmte Kennzahl im Vergleich zu den anderen Banken liegen. Damit wird ein Vergleich mit anderen Banken ermöglicht, der über reine Durchschnittsvergleiche hinausgeht. Die Daten auf dieser Seite werden quartalsweise aktualisiert.
Definition Boxplot
Ein Boxplot (auch „Kastendiagramm“) ist eine grafische Darstellung zur Beschreibung der Verteilung einer Kennzahl.
Dargestellt werden:
- das Minimum
- das untere Quartil (Q1; der Wert, unter dem 25 % der Daten liegen)
- der Median (Q2, 50-Perzentil)
- das obere Quartil (Q3; der Wert, über dem 25 % der Daten liegen)
- das Maximum
Die Box, d. h. der Kasten in der Grafik, erstreckt sich vom unteren Quartil (Q1) bis zum oberen Quartil (Q3). Dieser Bereich enthält die mittleren 50 % der Werte. Der Median wird als Linie innerhalb der Box dargestellt.
Die Antennen („Whisker“) reichen vom unteren bzw. oberen Quartil bis zum kleinsten bzw. größten Wert, der noch innerhalb eines definierten Abstands liegt. Vereinfacht ausgedrückt: Sie enden dort, wo die Werte noch als üblich gelten, d. h. keine Ausreißer darstellen.
Ausreißer, d. h. Werte, die deutlich vom Großteil der Verteilung abweichen, werden einzeln als Punkte dargestellt.
Die Darstellungen zeigen für jede Kennzahl jeweils einen Boxplot für den gesamten Bankensektor („Gesamt“) und für die weniger bedeutende Institute („LSI“ bzw. „less significant institutions“).
Kapitalisierung und Resilienz
Harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1 Ratio, CET1R)
Die harte Kernkapitalquote zeigt, wie viel hochwertiges eigenes Kapital eine Bank im Verhältnis zu ihrer gewichteten Risikoposition hält. Die Gewichtung ergibt sich aus dem zugrundeliegenden Risiko, welches die Bank hält – je mehr Risiko, desto höher die Gewichte. Dieses Kapital steht zur Verfügung, um Verluste abzufedern. Je höher die harte Kernkapitalquote, desto besser ist eine Bank in der Lage, unerwartete Verluste zu verkraften.
Technische Definition und Quelle
| Variable | Report | Template | Row | Column | |
|---|---|---|---|---|---|
| Common Equity Tier 1 Capital | Common Equity Tier 1 Capital | COREP | C 01.00 | 0020 | 0010 |
| Total Risk Exposure Amount | Total Risk Exposure Amount | COREP | C 02.00 | 0010 | 0010 |
Verschuldungsquote (Leverage Ratio, LR)
Die Verschuldungsquote zeigt das Verhältnis zwischen dem Kernkapital einer Bank und ihrer gesamten Risikoposition. Im Unterschied zur CET1-Quote berücksichtigt die Verschuldungsquote keine Risikogewichte. Dadurch dient sie als zusätzliche Kennzahl, die verhindert, dass Banken durch niedrige Risikogewichte sehr hohe Verschuldung aufbauen.
Technische Definition und Quelle
| Variable | Report | Template | Row | Column | |
|---|---|---|---|---|---|
| Tier 1 Capital (transitional) | Tier 1 Capital (transitional) | COREP - Leverage | C 47.00 | 0320 | 0010 |
| Total Leverage Ratio exposure | Total Leverage Ratio exposure | COREP - Leverage | C 47.00 | 0300 | 0010 |
Säule-2-Anforderung (Pillar 2 Requirement, P2R)
Die Säule-2-Anforderung ist eine zusätzliche Kapitalvorgabe, die Banken erfüllen müssen. Sie wird für jede Bank einzeln von der Aufsicht festgelegt und berücksichtigt Risiken, die durch die allgemeinen Mindestanforderungen („Säule-1-Anforderungen“) nicht abgedeckt werden.
Technische Definition und Quelle
| Variable | Report | Template | Row | Column | |
|---|---|---|---|---|---|
| Total SREP Capital Requirement (TSCR) Ratio | Total SREP Capital Requirement (TSCR) Ratio | COREP | C 03.00 | 0130 | 0010 |
Liquidität und Refinanzierung
Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR)
Die Liquiditätsdeckungsquote gibt an, ob eine Bank über ausreichend liquide Vermögenswerte verfügt, um kurzfristige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Konkret soll die Bank in der Lage sein, auch während einer 30 Tage dauernden Krise ohne fremde Hilfe zahlungsfähig zu bleiben.
Technische Definition und Quelle
| Variable | Report | Template | Row | Column | |
|---|---|---|---|---|---|
| Liquidity buffer | Liquidity buffer | COREP - LCR | C 76.00 | 0010 | 0010 |
| Net liquidity outflow | Net liquidity outflow | COREP - LCR | C 76.00 | 0020 | 0010 |
Strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR)
Die strukturelle Liquiditätsquote gibt an, ob eine Bank über ausreichend Vermögenswerte verfügt, um auch langfristig ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das heißt, langfristige Vermögenswerte, z. B. Kredite mit langer Laufzeit, müssen mit langfristigen Finanzierungsquellen gedeckt sein. Konkret soll die Bank auf die Sicht von einem Jahr liquide sein.
Technische Definition und Quelle
| Variable | Report | Template | Row | Column | |
|---|---|---|---|---|---|
| Available stable funding | Available stable funding | COREP - NSFR | C 84.00 | 0120 | 0030 |
| Required stable funding | Required stable funding | COREP - NSFR | C 84.00 | 0010 | 0020 |
Ertragskraft und Effizienz
Gesamtkapitalrendite (Return on Assets, RoA)
Die Gesamtkapitalrendite zeigt, wie effizient eine Bank ihre gesamten Vermögenswerte zur Erzielung von Gewinnen nutzt. Sie misst die Ertragskraft, indem sie den Gewinn in Verhältnis zu zum gesamten Vermögen der Bank setzt. Je höher die Gesamtkapitalrendite, desto wirtschaftlich erfolgreicher arbeitet die Bank.
Technische Definition und Quelle
| All variables taken from OeNB’s Consolidated Banking Data – no template and coordinates available. | |||||
Aufwand-Ertrag-Relation (Cost-Income Ratio, CIR)
Die Aufwand-Ertrag-Relation zeigt die laufenden Kosten einer Bank im Verhältnis zu ihren Erträgen an. Ein niedriger Wert bedeutet, dass ein vergleichsweise geringer Teil der Erträge für den laufenden Betrieb der Bank benötigt wird.
Technische Definition und Quelle
| All variables taken from OeNB’s Consolidated Banking Data – no template and coordinates available. | |||||
Kreditrisiko und Portfolioqualität
Quote notleidender Kredite (Non-Performing Loans Ratio, NPLR)
Die Quote notleidender Kredite gibt an, welcher Anteil der Kredite, die eine Bank vergeben hat, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit aufweist, nicht ordnungsgemäß zurückgezahlt zu werden. Sie ist ein Maß für die Qualität des Kreditportfolios einer Bank: je niedriger die Quote, desto geringer das Kreditrisiko. Die NPLR ist besonders wichtig für die Beurteilung von Risiken im Bankensektor.
Technische Definition und Quelle
| Variable | Report | Template | Row | Column | |
|---|---|---|---|---|---|
| Loans and advances – NFC | Loans and advances – NFC | FINREP | F 18.00 | 070 | 010 |
| Loans and advances - Households | Loans and advances - Households | FINREP | F 18.00 | 191 | 010 |
| Loans and advances - Other sectors | Loans and advances - Other sectors | FINREP | F 18.00 | 221 | 010 |
| Loans and advances - Non-performing - NFC | Loans and advances - Non-performing - NFC | FINREP | F 18.00 | 070 | 060 |
| Loans and advances - Non-performing - Households | Loans and advances - Non-performing - Households | FINREP | F 18.00 | 191 | 060 |
| Loans and advances - Non-performing - Other sectors | Loans and advances - Non-performing - Other sectors | FINREP | F 18.00 | 221 | 060 |
Deckungsquote (Coverage Ratio 1, Cov1)
Die Deckungsquote gibt an, in welchem Ausmaß eine Bank Rückstellungen für notleidende Kredite gebildet hat. Eine hohe Quote bedeutet, dass die Bank potenzielle Verluste aus solchen Krediten gut verkraften kann.
Technische Definition und Quelle
| Variable | Report | Template | Row | Column | |
|---|---|---|---|---|---|
| Loans and advances - Non-performing exposures - Accumulated impairment - NFC | Loans and advances - Non-performing exposures - Accumulated impairment - NFC | FINREP | F 18.00 | 070 | 150 |
| Loans and advances - Non-performing exposures - Accumulated impairment - Households | Loans and advances - Non-performing exposures - Accumulated impairment - Households | FINREP | F 18.00 | 191 | 150 |
| Loans and advances - Non-performing exposures - Accumulated impairment - Other sectors | Loans and advances - Non-performing exposures - Accumulated impairment - Other sectors | FINREP | F 18.00 | 221 | 150 |
| Loans and advances - Non-performing - NFC | Loans and advances - Non-performing - NFC | FINREP | F 18.00 | 070 | 060 |
| Loans and advances - Non-performing - Households | Loans and advances - Non-performing - Households | FINREP | F 18.00 | 191 | 060 |
| Loans and advances - Non-performing - Other sectors | Loans and advances - Non-performing - Other sectors | FINREP | F 18.00 | 221 | 060 |