Wertpapiere dominieren finanzielle Investitionen privater Haushalte
Die Struktur der finanziellen Investitionen der österreichischen Haushalte zeigt eine klare Verschiebung hin zu Wertpapieren, die mit 13,6 Mrd EUR Netto-Zukäufen einen neuen Höchstwert erreichten und damit 2025 die wichtigste Anlagekategorie darstellten. Einlagen trugen als zweitwichtigste Anlagekategorie mit 10,9 Mrd EUR weiterhin wesentlich zum Vermögensaufbau bei, verloren jedoch im Vergleich zum Vorjahr an Bedeutung.
Seit 2020 bereits zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend in den Wertpapierinvestitionen. In dieser Zeit konnten Haushalte auch (mit Ausnahme des Jahres 2022) jährlich von hohen positiven Bewertungseffekten profitieren: Zwischen 2020 und 2025 machten Preis, Wechselkurs- und sonstige Bewertungseffekte im Mittel 7,5 Mrd EUR pro Jahr des Bestandszuwachses aus.
Die Zusammensetzung nach Wertpapierkategorien zeigt, dass die hohen Investitionen 2025 vor allem durch Investmentfondszertifikate getragen wurden (7,5 Mrd EUR), gefolgt von verzinslichen Wertpapieren (5,8 Mrd EUR). Mit der Zinswende 2022 stieg die Nachfrage nach letzteren nach einer zuvor langen Phase von Abflüssen wieder stark an. Besonders gefragt sind seit 2024 Bundesschatzscheine, die rund die Hälfte dieser Anlagen ausmachen, darunter auch ein wachsender Anteil nachhaltiger Varianten.