IWF-Chefin Kristalina Georgieva bei Volkswirtschaftlicher Tagung von OeNB und SUERF in Wien

(, Wien)

Hochrangig besetzte Konferenz widmet sich den Herausforderungen der Geldpolitik in einem heterogenen Währungsraum

Ein Kamingespräch mit der Geschäftsführenden Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, ist eines der Programm-Highlights der heurigen Volkswirtschaftlichen Tagung am 18. und 19. Juni 2026 in Wien. Unter dem Titel „Monetary policy trade-offs in a heterogeneous currency area“ erörtern hochrangige Expert:innen bei der von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und SUERF – The European Money and Finance Forum gemeinsam organisierten Konferenz die Herausforderungen einer gemeinsamen Geldpolitik in einem großen, von Unterschieden gekennzeichneten Währungsraum. Welche geldpolitischen Zielkonflikte müssen Entscheidungsträger:innen beachten? Und welche Politikbereiche könnten die Geldpolitik bei der Erreichung des Preisstabilitätsziels unterstützen?

Geldpolitik in einem heterogenen Währungsgebiet wie dem Euroraum ist hoch komplex. Eine einzige geldpolitische Maßnahme kann sehr unterschiedliche Auswirkungen haben: So können etwa Maßnahmen, die darauf abzielen, die Inflation für das Währungsgebiet insgesamt nicht unter den Zielwert rutschen zu lassen, in einzelnen Sektoren, Regionen oder Ländern unter Umständen zu einer Verfestigung der Inflation oder finanziellen Ungleichgewichten führen.

Bei der Konferenz wird deshalb ein Fokus darauf gelegt, wie Heterogenität geldpolitische Zielkonflikte bestimmt. Außerdem widmet man sich der Wechselwirkung zwischen geldpolitischen Maßnahmen einerseits und finanzpolitischen und makroprudenziellen Maßnahmen andererseits, die zur besseren Erreichung des Preisstabilitätsziels beitragen könnten.

Expert:innen aus Praxis und Forschung, Kamingespräch mit Kristalina Georgieva

Eröffnet wird die Konferenz mit einem Kamingespräch von OeNB-Gouverneur Martin Kocher mit Kristalina Georgieva. In den anschließenden Sessions zu geldpolitischen und analytischen Fragestellungen und Forschungsergebnissen diskutieren hochrangige Expert:innen, darunter Bas ter Weel, Mitglied des Vorstands der De Nederlandsche Bank, FMA-Vorstandsmitglied Mariana Kühnel und Michal Horváth, Chefökonom der Národná banka Slovenska.

Die 53. Volkswirtschaftliche Tagung findet im OeNB-Hauptgebäude, Otto-Wagner-Platz 3, statt. Da es sich um eine Hybrid-Veranstaltung handelt, ist eine Teilnahme sowohl vor Ort als auch online möglich. Weitere Informationen zu der Veranstaltung und die Möglichkeit, sich anzumelden, finden Sie auf der Website der OeNB.

Die Volkswirtschaftliche Tagung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) vernetzt seit vielen Jahrzehnten führende Persönlichkeiten im Bereich Wirtschaftsforschung und Zentralbankwesen. Seit einigen Jahren erfolgt die Organisation gemeinsam mit dem Kooperationspartner SUERF.

SUERF (The European Money and Finance Forum) ist ein unabhängiges Non-Profit-Netzwerk, das Zentralbanken, Aufsichtsbehörden, Finanzinstitute, wissenschaftliche Institutionen und Finanzakteure miteinander verbindet.